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Polbrillen reduzieren störende Spiegelungen auf der Wasseroberfläche und erleichtern dadurch den Blick ins Wasser. Gewässergrund, Steine, Kanten, Hindernisse und Bewegungen können je nach Licht- und Wasserverhältnissen besser erkennbar werden. Für die Auswahl sind vor allem Glasfarbe, Lichtdurchlässigkeit, Passform und die Angaben des Herstellers zum UV-Schutz wichtig.
Das Wasser besser lesen
Der Polarisationsfilter verringert einen Teil des reflektierten Lichts auf der Wasseroberfläche. Dadurch wird die Sicht unter die Oberfläche weniger durch Blendung beeinträchtigt. Das kann sowohl beim Beobachten von Fischen als auch beim Erkennen von Strukturen und möglichen Trittstellen während des Watens hilfreich sein.
Wie weit Sie tatsächlich ins Wasser sehen können, hängt zusätzlich von Wassertrübung, Lichteinfall, Wind, Wellengang und Blickwinkel ab. Auch eine gute Polbrille kann ungünstige Bedingungen nicht vollständig ausgleichen.
Die Glasfarbe auf das vorhandene Licht abstimmen
Graue Gläser eignen sich besonders für helles Tageslicht und starke Sonneneinstrahlung. Sie reduzieren die Helligkeit, ohne die Farbwahrnehmung unnötig stark zu verändern.
Braune, kupferfarbene oder ähnliche kontrastverstärkende Gläser können bei wechselnden Lichtverhältnissen und beim Sichtfischen hilfreich sein. Hellere Gläser lassen mehr Licht durch und können sich – je nach Ausführung – für bewölkte Tage, Schattenbereiche oder die Morgen- und Abendstunden eignen.
Keine Glasfarbe ist unter allen Bedingungen gleichermaßen geeignet. Entscheidend sind das überwiegend befischte Gewässer, die Tageszeit, das Wetter und die persönliche Wahrnehmung.
Passform und seitlichen Lichteinfall berücksichtigen
Eine Polbrille sollte angenehm und sicher sitzen, ohne an Nase oder Schläfen zu drücken. Beim Werfen, Waten und Bewegen des Kopfes darf sie nicht ständig verrutschen. Körpernah geformte Rahmen können seitlich und von oben einfallendes Licht besser abschirmen und dadurch die Wirkung der Gläser unterstützen.
Eine Cap kann zusätzlich von oben einfallendes Licht reduzieren. Passende Modelle finden Sie unter Caps & Mützen.
Modelle mit vergrößerndem Nahbereich
Je nach Modell sind Polbrillen mit einem vergrößernden Nahbereich im unteren Teil der Gläser erhältlich. Dieser kann das Anknoten einer Fliege, das Wechseln des Tippets und andere feine Arbeiten am Wasser erleichtern.
Die benötigte Vergrößerung ist individuell. Prüfen Sie deshalb die jeweilige Stärke. Der Nahbereich befindet sich nur im unteren Teil des Glases, während der übrige Bereich für die normale Sicht auf das Wasser vorgesehen ist.
UV-Schutz und Pflege prüfen
Polarisierung und UV-Schutz sind unterschiedliche Eigenschaften. Achten Sie deshalb auf die konkreten Herstellerangaben zum UV-Filter, zur Lichtdurchlässigkeit und gegebenenfalls zur Filterkategorie der Gläser.
Bewahren Sie die Brille möglichst in einem geeigneten Etui auf und reinigen Sie die Gläser mit einem weichen, dafür vorgesehenen Tuch. Nach Kontakt mit Salzwasser sollten Rahmen und Gläser mit klarem Süßwasser abgespült und anschließend vorsichtig getrocknet werden.











