Vier Tage Fliegenfischen an der Traun in Bayern: Gemeinsam mit unseren Kunden waren wir am Wasser unterwegs. Diesen Bericht haben wir während der Tour Tag für Tag ergänzt – vom Treffen am Vorabend bis zum gemeinsamen Abschluss.
Auftaktabend: Wiedersehen und Vorfreude
Am späten Nachmittag vor dem offiziellen Beginn trafen sich einige Teilnehmer und Guide Thomas Dürkop bereits im Hotel. Viele kannten sich von früheren Seminaren und Reisen.
Entsprechend gut war die Stimmung, als wir gemeinsam auf die kommenden Tage an der Traun anstießen.
Tag 1: Mildes Wetter, gute Fischerei und Gewitter
Der erste Tag begann milder als erwartet. Schon am Morgen standen einige Teilnehmer ohne Jacke am Wasser. Die Traun zeigte sich klar und grün schimmernd; immer wieder waren aktive Fische zu sehen.

Die Bedingungen wirkten vielversprechend. Über den Tag verteilt wurde gut gefangen. Auch die Landschaft machte Eindruck: das glasklare Wasser, die Wälder am Ufer und das wechselnde Licht.
Am Nachmittag zogen rund um Siegsdorf dunkle Wolken und erste Gewitter auf. Wir legten kurze Pausen ein und gingen danach wieder ans Wasser.
Das wechselnde Wetter machte den Auftakt abwechslungsreich. Trotz der Unterbrechungen blieb die Motivation in der Gruppe hoch – ein erster Tag, der Lust auf die weitere Fischerei an der Traun machte.

Tag 2: Regen, Graupel und starke Forellen
Eigentlich begann dieser Tag schon am Vorabend: Nach dem Gewitter saßen wir noch lange zusammen und feierten Jens’ Geburtstag. Später wurde weitergefischt. Kleine Emerger in Größe 16 und 18 liefen besonders gut und brachten Fische bis etwa 2,5 kg ans Band.
Am nächsten Tag wurde es kühl und nass. Zwischen Regen, wenig Sonne und sogar Graupel halfen Kaffee, Kuchen und gute Gespräche bei den Pausen. Danach ging es wieder an den Fluss.
Auch bei diesem Wetter gab es schöne Fische. Bei einer Demonstration zum Nymphenfischen fing Thomas Dürkop später eine Regenbogenforelle von etwa 3,5 kg.
Die Teilnehmer machten ebenfalls sichtbare Fortschritte. Lange Vorfächer, kleine Nymphen sowie Köcherfliegen- und Steinfliegenmuster standen im Mittelpunkt.

Bei der Sichtfischerei zeigte sich, wie sehr es auf Beobachtung und eine saubere Präsentation ankommt. Ein nasser und kalter, aber fischreicher und lehrreicher Tag.
Tag 3: Sichtfischerei im glasklaren Wasser
Nach dem rauen Vortag schien wieder die Sonne. Das Wasser war niedrig und glasklar. Viele Fische konnten wir beobachten, bevor wir überhaupt warfen.

Jetzt zählten die richtige Position, ein präziser Wurf und eine unauffällige Präsentation. Thomas half den Teilnehmern immer wieder dabei, einzelne Fische im Wasser zu entdecken.
Oft entschied schon die Position am Fluss darüber, ob ein Fisch die Fliege nahm oder im klaren Wasser verschwand.
Viel gefischt wurde mit der Trockenfliege. Eine Rehhaar-Sedge in Größe 16 brachte mehrere schöne Regenbogenforellen bis etwa 3 kg. Gegen 16:30 Uhr war Zeit für eine kurze Pause in der Sonne.
Die Sichtfischerei blieb bis zum Schluss spannend und verlangte viel Genauigkeit.
Letzter Tag: Selektive Fische und gemeinsamer Abschluss
Zum Schluss wurde die Fischerei noch einmal anspruchsvoll. Kalter Wind und vorsichtige Fische verlangten genaues Timing und eine gute Drift. Oft entschieden wenige Zentimeter darüber, ob ein Fisch die Fliege nahm.

Meist fingen kleine Emerger; ein größerer Fisch nahm eine Copper-John-Nymphe. Wir beobachteten, probierten aus und passten Fliegen und Präsentation immer wieder an.
Jens, Michael und Martin fingen auch an diesem Tag noch schöne Forellen. Die ganz großen Fische der Vortage blieben aus, doch die Erfahrungen der vergangenen Tage halfen der Gruppe unter den schwierigen Bedingungen.
Beim gemeinsamen Abschlussessen blickten wir auf vier abwechslungsreiche Tage zurück: anspruchsvolle Fischerei, starke Forellen und viele Gespräche mit Menschen, die sich teils schon seit Jahren von Seminaren, Reisen und Hausmessen kennen. Genau diese vertraute Atmosphäre machte die Tour besonders.
