Hechtfischen in Holland – vier Tage an der Maas

Hechtfischen in Holland – vier Tage an der Maas

Von Thomas Dürkop und Ingo · Holland-Tour 2025

Nach zwei Versuchen, die wir wegen des Wetters früh abbrechen mussten, wollten Ingo und ich es an der Maas noch einmal wissen. Vier Tage mit der Fliegenrute lagen vor uns. Die Gewässer in Holland bieten viele Möglichkeiten, doch auch hier lässt sich kein Fang planen – das sollten wir im Laufe der Tour noch deutlich merken.

Blick vom Angelboot auf das Wasser während der Holland-Tour

Dienstag: Eine Regenbogenforelle zum Auftakt

Der erste Tag begann erfreulich: Thomas konnte eine kräftige Regenbogenforelle mit der Fliege fangen. Rund 1,5 Kilogramm brachte sie auf die Waage. Ein guter Start, auch wenn wir eigentlich wegen der Raubfische gekommen waren.

Thomas Dürkop hält eine Regenbogenforelle am steinigen Ufer
Eine Regenbogenforelle wird am Ufer vorsichtig ins Wasser zurückgesetzt

Mittwoch: Hecht und Zander nehmen die Fliege

Am zweiten Tag passte auch das Wetter: Sonne, leichter Wind und angenehme Temperaturen begleiteten uns aufs Wasser. Diesmal zeigte die Maas, weshalb wir wiedergekommen waren. Ein kräftiger Hecht von 85 Zentimetern und ein Zander von 62 Zentimetern ließen sich mit der Fliege fangen.

Nach den beiden wetterbedingt abgebrochenen Anläufen waren das besondere Fänge für uns. Sie machten Lust auf die verbleibenden Tage – auch wenn uns bewusst war, dass die Bedingungen am nächsten Morgen schon wieder eine andere Geschichte schreiben konnten.

Thomas Dürkop hält einen Hecht auf dem Angelboot in Holland
Thomas Dürkop zeigt einen Hecht auf dem Boot vor der niederländischen Gewässerlandschaft

Donnerstag: Gute Bedingungen, kein Biss

Nach dem erfolgreichen Mittwoch waren die Erwartungen hoch. Das Wetter spielte erneut mit, und wir fischten konzentriert. Die Maas zeigte sich aber von einer anderen Seite: kein Biss, keine weitere Aktion. Auch Ingo blieb an diesem Tag ohne Fang.

Solche Tage gehören zur Fischerei dazu. Ein Gewässer kann am Vortag Hecht und Zander bringen und einen Tag später trotz ähnlich guter Bedingungen vollkommen still bleiben.

Sonne hinter Wolken über dem Wasser bei der Holland-Tour
Schmaler steiniger Uferstreifen führt weit ins Wasser

Freitag: Noch ein paar Stunden am Wasser

Vor der Heimfahrt wollten wir es ein letztes Mal versuchen. Wir verbrachten noch einige Stunden am Wasser, doch es kam weder ein Biss noch ein weiterer Fisch dazu. Die Tour endete ruhiger, als wir es uns nach dem Mittwoch erhofft hatten.

In Erinnerung bleiben die kräftige Regenbogenforelle, der 85er Hecht und der Zander – ebenso wie die beiden stillen Tage danach. Genau diese Unberechenbarkeit macht das Fischen an der Maas spannend: Man muss sich jeden Kontakt erarbeiten, und selbst gutes Wetter verspricht keinen Fisch.

Blick über das Wasser auf Gebäude und Industrieanlagen am gegenüberliegenden Ufer

Wer selbst mit der Fliegenrute auf Hecht fischen möchte, findet bei uns Hechtfliegen und Streamer. Wie solche großen Muster aufgebaut werden, zeigen wir auch im Fliegenbindekurs für Hechtstreamer.